Lateralkompensatoren

Lateralkompensatoren sind Kompensatoren, die Bewegungen in Querrichtung (lateral zum Verlauf eines Rohrleitungsteilstücks) aufnehmen. Sie werden mit zwei oder mehr Zugstangen oder Drehgelenkverspannungen ausgerüstet, die Bewegungen des Balgs in axialer Richtung verhindern.

HKS-Lateral-Kompensator
HKS-Lateralkompensator

Vorteile von Lateralkompensatoren

  • Relativ einfache Konzeption
  • Relativ geringe Festpunktbelastung
  • Bewegungsaufnahme in allen Richtungen einer Ebene
  • Geringere Fixpunktbelastung als bei Axialkompensatoren
  • Normale Führungen sind ausreichend
  • Druckprobe auch ohne Festpunkte möglich

Nachteile von Lateralkompensatoren

  • Leitungsumlenkung ist erforderlich
  • Größerer Raumbedarf (als z. B. bei Axialkompensatoren)
  • Höhere Stückkosten (als z. B. bei Axialkompensatoren)
  • Keine Axialdehnung möglich
  • Kleine und mittlere Bewegungsaufnahmen

Varianten von Lateralkompensatoren

Anschlussteile
  • Lateralkompensatoren können mit Schweißenden, Festflanschen oder Losflanschen oder Kombinationen daraus, je nach Kundenanforderung, hergestellt werden.
Einfach/Doppelbalg
  • Lateralkompensatoren können mit einfachem Balg oder Doppelbalg und Mittelrohr ausgerüstet werden.
Zugstangen/ Drehgelenkverspannungen
  • Lateralkompensatoren können mit Zugstangen (Kegelpfannen und Kugelscheiben) oder Drehgelenkverspannungen ausgerüstet sein. Dabei handelt es sich bei den Zugstangen um eine Ausführung, die für die Aufnahme von leichten Kräften ausgelegt ist.
  • Bei den Drehgelenkverspannungen handelt es sich um eine stabilere Ausführung, die für die Aufnahme von stärkeren Kräften ausgelegt ist und bei der durch die Bolzen die Drehbewegung genau vorgegeben ist.
Vereinfachte grafische Darstellung eines Kompensators in lateraler Bewegung